Einige aquaristisch neue Bärblinge
                    Von Heinz Jürgen Busse und Wolfgang Maleck 


In den letzten Jahren sind einige
neue Bärblinge im Handel
aufgetaucht, von denen hier
einige kurz beschrieben
werden sollen.

 

Wenig beachtet wurde die Beschreibung eines der Schillerbarbe, Danio albolineata, sehr ähnlichen Fisches aus Thailand als Danio roseus durch Fang & Kottelat 2000. Die Fische wurden erstmals um 1994 von Fängern der Exportfirma Kubota gefangen und auf einer Zierfischfarm nachgezogen. Exportiert wurden sie aber vor allem nach Japan. Damals gelangten wohl keine Tiere nach Deutschland. Danio roseus stammt aus dem Nordosten von Thailand und ist auch in anderen Provinzen gefunden worden. Im Nordosten kommen sie im Mekong-System überwiegend in Flüssen mit kleinen Wasserfällen vor. Deshalb sind sie auch sehr gute Springer, was man bei der Haltung brücksichtigen muss. Auch auf der anderen Seite des Mekong, im Nordwesten von Laos, wurden sie inzwischen nachgewiesen. Ohne direkten Vergleich sind sie nur schwer von der Schillerbarbe (zumal in Händlerbecken) zu unterscheiden, so dass es zweifelhaft ist, ob sie sich aquaristisch durchsetzen werden. Man kann sie am besten als einfarbige Form einer Zebrabarbe beschreiben, denn sowohl im Verhalten als auch in ihrer Haltung kommen sie dieser sehr nahe. Sie sind genauso problemlos zu züchten. Die Zucht ist als Paar, sowie auch in der Gruppe möglich. Am besten hält man sie in einem größeren Schwarm, den man sich aus einigen Tieren sehr leicht selbst heranziehen kann. Eine weitere schlanke Danio-Art erinnert noch mehr an den Zebrabärbling. Als wir die Tiere zuerst im Händlerbecken sahen, meinten wir, so müssten eigentlich Neuimporte des Zebrabärblings aussehen. Werden die Tiere dann größer, bemerkt man doch – besonders bei den Weibchen – größere Unterschiede.


Es handelt sich um Danio kyathit, Fang 1998. Die Haltung ist an sich problemlos, nur sollte man nicht versuchen, die Tiere jemals aus einem bepflanzten Becken herausfangen zu wollen. Es ist hoffnungslos. Die Zucht ist wesentlich schwieriger als beim Zebrabärbling.


Danio choprai wird wegen der roten Färbung oft als
Glühlichtbärbling angeboten


Chela dadyburjori ist leicht zu pflegen und gut mit
anderen Bärblingen zu vergesellschaften
















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