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In einem kleineren Terrarium lassen sich
die kleinen Frösche gut halten.
Foto: Robert Ruppel
vorherrschenden feuchtwarmen
Klima hervorragend gedeihen und die Frösche befallen könnten.
Ein ganz wichtiger Aspekt dieser
Froschgifte sei hier zusätzlich erwähnt. So vermuten die Wissenschaftler in
vielen Substanzen starke Antibiotika und sonstige für die Medizin interessante
Stoffe. Sehr spektakulär ist jedoch die jüngste Entdeckung: Amerikanische
Chemiker haben in dem Hautgift von „Epipedobates tricolor” das stärkste, bisher
bekannte Schmerzmittel, entdeckt. Bei diesem Alkaloid, von den Chemikern nun
als „Epibatiden” bezeichnet, soll die Wirkung etwa 200 mal stärker sein, als
Morphium (schmerzlindernd).
Doch trotz der enormen Giftigkeit
und der großen Verbreitung unter Terrarianern sind bisher keine Giftunfälle
bekannt. Dies liegt wahrscheinlich daran, dafl die Frösche immer weniger Gift in
den Terrarien produzieren (da andere Futtertiere) bzw. die Nachzuchten kaum
oder sogar garnicht mehr giftig sind. Trotzdem sollte man Sorgfalt im Umgang
mit den als giftig bekannten Tieren walten lassen.
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Terrarium:
Ein Terrarium in den Maßen 50 x
50 x 50 cm reicht für 2 bis 5 Tierchen aus. Ich pflege meine Epipedobates
tricolor in einem Regenwald-Terrarium (B 70 x T 45 x H 60 cm). Rück- und
Seitenwände sind mit Xaxim (Baumfarn) verkleidet, ein Wasserteil mit ca. 4 Ltr.
Wasser, das mit einer kleinen Pumpe in einen Bach gepumpt wird und den
Kreislauf schließt. Ein kleiner Ventilator bringt frische Luft und genügend
Umwälzung, eine Leuchtstofflampe 18 Watt Lumilux Day-Light reicht aus für die
Beleuchtung. Bepflanzt wurden die Wände mit kleinen Bromelien (Neoregilia
schultheisiana, N. tristis, N. fireball) sowie mit Farnen und Moosen.
Der Bachlauf und die Uferregion
vom Wasserteil sind mit Javamoos belegt, welches in kurzer Zeit schnell
anwuchs. Bereits nach 2 Monaten war das Terrarium gut eingelaufen, die
Bromelien hatten sich im Xaxim fest verwurzelt, die Moose und Farne wuchsen
schön, der Bachlauf funktonierte und ich setzte nun fünf Epipedobates tricolor
ein. Bei einer Temperatur von 22 bis 30° C am Tage, 19 bis 22° C in der Nacht
und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 bis 90% fühlen sich nun meine
Frösche in ihrem naturgerechten Umfeld sehr wohl.
Fütterung:
Für alle Dendrobatiden gilt eins:
Sie fressen nur „Lebendfutter” und dies muss das ganze Jahr über zur Verfügung
stehen. „Epipedobates tricolor”, ein sehr lebhafter und agiler Frosch, der das
Terrarium in allen Höhenbereichen durchstreift und seine Reviere aggressiv verteidigt,
braucht auch eine abwechslungsreiche Nahrung. Ich füttere die kleine, wie auch
die große Essigfliege (Drosophila melanogaster und D. hydei), ferner
Springschwänze (Collembolen) und im Sommer frisches Wiesenplankton. Dies darf
nur in Wiesen gefangen werden, die nicht mit Insektiziden oder Pestiziden
gespritzt werden. Wöchentlich ein- bis zweimal sollten die Futtertiere mit dem
bewährten Vitaminpräparat Korvimin ZVT, das alle notwendigen Vitamine und
Aminosäuren beinhaltet, eingestäubt werden.
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