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Und dann hört man die Erklärung; der Fisch wurde mit Gift gefangen! In Wirklichkeit hätte der Fisch im Meer bleiben sollen.

Diese Thematik, nämlich welche Fische mit gutem Gewissen im Aquarium gehalten werden können, stand oft im Mittelpunkt unserer Unterhaltungen, als wir dieses Jahr mit dem Arbeitskreis Meerwasser einen Tauch-Ausflug an das Rote Meer machten. Wir waren für fast zwei Wochen in der Hotelanlage Mangrove Bay in der Nähe von Al Quseir. Das Gebiet eignet sich hervorragend für Schnorchler, denn das Hausriff ist leicht über einen Steg zu erreichen. In der geschützten Lagune ist selbst bei etwas rauerem Wetter ein ungetrübtes Schnorcheln möglich. Auf dem Riffdach war es immer wieder ein faszinierendes Erlebnis den prächtigen Acanthurus sohal zu beobachten, wie er elegant mit und gegen die Strömung über die Korallenstöcke schwamm und hier und dort die Algen abweidete. Dieser häufig vorkommende Fisch war der Auslöser für unsere Diskussionen. Soll man einen Fisch im Aquarium pflegen, der bis zu 40 cm lang wird, und der ein ausgesprochen lebhaftes Schwimmverhalten an den Tag legt.

Abendessen auf der Terrasse








Franz (li,) und Gerhard begießen
die bestandene Nitrox-Prüfung
Wir waren uns schnell einig, dass dies eigentlich nicht geschehen sollte.

Das reine Fischbecken, wie es zu Beginn der Meerwasser-Aquaristik gang und gäbe war, ist heute dem Korallenriff-Becken gewichen. Nicht die Fische stehen im Mittelpunkt sondern die Korallen, allen voran die Steinkorallen. Heute werden davon Arten gehalten und vermehrt, die noch vor kurzem als nicht haltbar eingestuft worden waren. Hier zeigt sich ein erfreulicher Fortschritt. Die Wasserqualität spielt eine herausragende Rolle, und um diese zu erhalten, muss der Fischbesatz niedrig gehalten werden. Hier schließt sich der Kreis in erfreulicher Weise: große Fische belasten das Wasser außerordentlich stark, sie werden kaum noch gepflegt. An ihre Stelle sind die klein bleibenden Arten getreten, und darunter finden sich viele Arten, die im Schwarm gehalten werden können, was bei den großen Fischen in der Regel nicht machbar war. Ein Schwarm von zehn oder mehr Chromis viridis ist für jedes Aquarium ein herrlicher Blickfang, und jeder Besucher wird erfreut feststellen: „Das sieht ja wie im Meer aus!” Kann sich ein echter Aquarianer ein schöneres Kompliment vorstellen?

Am Flughafen von Hurghada









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